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Matratzen

Zu den Matratzen, die vor allem im medizinischen und pflegerischen Bereich verwendet werden, zählen folgende Matratzenarten:

Gesundheitsmatratze

Eine Gesundheitsmatratze ist immer dann sinnvoll, wenn der betreffende Nutzer aufgrund seines Alters, wegen einer Behinderung oder wegen einer Erkrankung wesentlich längere Zeit im Bett verbringen muss, als dies bei einem gesunden Menschen der Fall ist. Somit eignen sich diese Matratzenarten auch für die Ausstattung von Klinken, Rehakliniken und Krankenhäusern sowie von Altenheimen und Pflegeheimen oder Wohnheimen von Behinderten. In Hinblick auf Gesundheitsmatratzen bleibt zudem anzumerken, dass es hier verschiedene Ausführungen gibt, sodass auch spezielle Matratzen für Patienten mit Inkontinenz, Demenz oder Dekubitus erhältlich sind, um nur einige Beispiele zu nennen. Zu den absoluten Vorteilen dieser Matratzen zählen ihr oftmals geringeres Gewicht und ihre sehr guten Pflegeeigenschaften im Vergleich zu herkömmlichen Matratzen.

 

Antidekubitusmatratze

Bei einer Antidekubitusmatratze, die auch kurz als sogenannte Dekubitusmatratze bezeichnet wird, handelt es sich um eine Matratzenart, die vor allem bei Patienten genutzt wird, die unter einem Dekubitus leiden oder bei denen der Eintritt dieser Erkrankung befürchtet werden muss. Hier geht es vor allem darum, den Auflagedruck zu verringern und Dekubitalgeschwüren vorzubeugen, wobei die Druckverringerung auf verschiedene Weise bzw. in verschiedenen Zonen möglich ist. Dabei basiert die Funktionsweise dieser Matratzen auf der Reduzierung sogenannter extrinsischer Faktoren. Zudem sind hier verschiedene Varianten möglich, von denen das Wechseldrucksystem und das statische Weichlagerungssystem die bekanntesten sein dürften. 

Was genau ist ein Dekubitus?

Druckstellen oder Dekubitus entstehen auf Grund eines zu grossen Drucks auf gefährdete Körperstellen, verstärkt durch Reibung oder Scherkräfte. Dieser Überdruck klemmt die Blutgefässe ab und verhindert die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Kapillaren. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Schädigung der Haut und man spricht vom "Wundliegen" oder Dekubitus. Diese offenen Hautstellen schmerzen und entzünden sich, der Allgemeinzustand wird negativ beeinträchtigt.

 

Wechseldruckmatratze

Grundsätzlich gehört auch die Wechseldruckmatratze zu den medizinischen Matratzenarten, wobei es sich hierbei um eine sehr leichte Matratze handelt, die zudem gut zu transportieren ist. Auch diese Matratze gehört eigentlich in die Gruppe der sogenannten Antidekubitusmatratzen, denn sie soll den Auflagedruck des Patienten reduzieren, der auf dieser Matratze liegt und ist somit ein Bestandteil der Prophylaxe bei einem Dekubitus. Darüber hinaus wird die Matratze auch zu Therapiezwecken verwendet, wenn die Erkrankung bereits eingetreten ist und sich der Patient wund gelegen hat. Zur Funktionsweise ist zu erwähnen, dass die Wechseldruckmatratze aus verschiedenen Luftkammern besteht, die automatisch entleert oder wieder mit Luft befüllt werden, wobei dieser Vorgang über eine automatische Steuerung erfolgt.